Ein Rutsch in die Abstiegszone
Fiorentinas Saison hat sich deutlich gedreht. Laut den Vereinsdaten belegt der Club mit 4 Punkten aus 8 Spielen den 18. Platz in der Serie A: ein Sieg, ein Unentschieden und sechs Niederlagen, bei 9 erzielten und 19 kassierten Toren. Das ergibt ein Torverhältnis von minus 10, und das sagt mehr über die Abwehr als über den Angriff aus.
Der jüngste Lauf ist die deutlichste Warnung. Fiorentina verlor am 10. Oktober 2-1 bei Genoa, dann am 18. Oktober 3-1 daheim gegen Como und schließlich am 25. Oktober 2-1 bei Inter. Drei Liganiederlagen in Folge sind genau die Art von Serie, die einen Club von einem schwachen Start in ein echtes Problem verwandelt. Die einzigen jüngsten Lichtblicke sind das 1-1 daheim gegen Napoli am 20. September und der 4-2-Sieg bei Venezia am 11. September.
Das Muster in den Ergebnissen ist bemerkenswert. Fiorentina traf in jeder dieser drei Niederlagen, kassierte aber jedes Mal mindestens zwei Gegentore. Ein Tor pro Spiel wird nicht reichen, solange die Hintermannschaft weiter Gegentore zulässt.
Dodo und die Position des rechten Verteidigers
Abseits des Platzes dreht sich die Hauptgeschichte um Dodo. Laut [1] hat Sportdirektor Fabio Paratici bestätigt, dass der brasilianische Rechtsverteidiger den Club voraussichtlich verlassen wird, entweder im Januar oder am Ende der Saison. Dodo hat eine Vertragsverlängerung abgelehnt, und Fiorentina ist im Januar-Transferfenster offen für Angebote.
Seine Einsatzzeit spiegelt diese Situation bereits wider. Er hat in dieser Saison in allen Wettbewerben nur viermal gespielt, was wenig ist für einen Spieler, der einst eine Stammkraft auf dieser Seite war.
Laut demselben Bericht wurde Alex Jimenez bei Inter als rechter Verteidiger aufgestellt. Das deutet darauf hin, dass der Trainerstab sich für diese Rolle bereits nach Alternativen zu Dodo umsieht, zumindest vorerst. Ein Team in der Abstiegszone braucht keine Transfergeschichte, die über dem Kader hängt, doch der Club hat zumindest klar gemacht, was geplant ist. Die Frage ist, ob Jimenez oder eine andere Option einer Mannschaft, die in acht Spielen 19 Tore kassiert hat, defensive Stabilität geben kann.
Ausfälle und die Niederlage bei Inter
Fiorentina reiste ohne Fabiano Parisi ins San Siro, der nicht zur Verfügung steht, wie [2] in seiner Vorschau auf das Spiel berichtete. Dieselbe Vorschau merkte an, dass bei beiden Teams mehrere Spieler verletzt oder aus anderen Gründen nicht dabei waren und Inter voraussichtlich Francesco Pio Esposito und Marcus Thuram im Sturm beginnen würde.
Die 2-1-Niederlage setzte zumindest die Gewohnheit fort, dass Fiorentina ein Tor findet. Sie verlängerte aber auch die Niederlagenserie auf drei Spiele, und das Team hat aus seinen letzten drei Ligaspielen keinen Punkt geholt.
Parisis Ausfall betrifft die Struktur der Mannschaft, denn jeder fehlende Spieler schmälert die Optionen eines Trainers, wenn die Ergebnisse schlecht sind. Bei dem engen Spielplan wäre die Rückkehr verfügbarer Spieler eine der wenigen schnellen Verbesserungen. Die Vorlage nennt kein Rückkehrdatum für Parisi, daher wäre es falsch anzunehmen, dass er bald zurückkehrt.
Was das bedeutet
Die Zahlen sind unmissverständlich. Fiorentina steht auf Platz 18 mit 4 Punkten und einem Sieg aus acht Ligaspielen. Sechs Niederlagen aus acht Spielen und 19 Gegentore beschreiben eine Mannschaft, die Spiele verliert, statt sich durch eine schwierige Phase zu punkten. Die letzten drei Ergebnisse waren allesamt Niederlagen, daher ist das Selbstvertrauen vermutlich fragil.
Das nächste Spiel stellt eine direkte Frage: Kann Fiorentina die Serie daheim beenden? Atalanta kommt am 29. Oktober in der Serie A. Die Prognose der Seite für dieses Spiel wird 24 Stunden vor dem Anpfiff gesperrt, sie wird also veröffentlicht und bewertet, sobald das Zeitfenster schließt. Die eigene Heimbilanz von Fiorentina ist nicht ermutigend: Die Niederlage gegen Como daheim fiel im jüngsten Heimspiel vor den eigenen Fans, und das einzige Heimergebnis seit September ist das Unentschieden gegen Napoli.
Tabellarisch würde ein Sieg sie nur dann vom Tabellenende heben, wenn der Punkteabstand es zulässt, und eine vierte Niederlage in Folge würde die Sorgen vertiefen. Für den Kader bleiben die Dodo-Situation und die Position des rechten Verteidigers bis zum Januar Hintergrundthemen. Kurzfristig zählt die Abwehr: zwei Gegentore in jedem der letzten drei Spiele sind die Zahl, die Fiorentina zuerst ändern muss.