Ein Heimsieg, der die Saison stabilisiert
Sevilla gewann 2:0 gegen Osasuna im Ramón Sánchez-Pizjuano, und das Ergebnis wiegt wegen seines Zeitpunkts mehr als der Torunterschied. Laut [1] war es der fünfte Saisonsieg und der dritte Heimsieg, und die Mannschaft hat bisher in jedem Spiel getroffen. Trainer Luis García Plaza hob als ermutigend hervor, dass seine Mannschaft auf beiden Seiten des Platzes beständig auftritt.
Der Sieg folgte auf eine schwierige Woche. Am 18. Oktober verlor Sevilla 1:4 auswärts bei Real Madrid, und am 12. Oktober trennte man sich 3:3 bei Levante. Davor gab es am 19. September eine 1:3-Heimniederlage gegen Barcelona. Diese Spiele zeigten eine Mannschaft, die Tore erzielen kann, aber auch leicht Gegentore kassiert. In den letzten fünf Ligaspielen hat Sevilla acht Tore erzielt und zehn kassiert, deshalb war die weiße Weste gegen Osasuna eine willkommene Veränderung.
Die Botschaft vor dem Spiel drehte sich um die Einstellung. [2] berichtete, dass der Verein sich darauf konzentrierte, sich durchzusetzen und zurück in die Erfolgsspur zu finden. Das Ergebnis gegen Osasuna ist das erste konkrete Zeichen, dass sich dieser Fokus nach der Niederlage in Madrid in Punkte umgesetzt hat.
Kaderlage: Rückkehrer und die Rolle des zweiten Stürmers
Die Personalsituation hat sich verbessert. Vor dem Spiel gegen Osasuna berichtete Marca, dass Jon Guridi, Giorgi Kochorashvili und Lucas Stassin alle einsatzbereit seien. García Plaza hatte im Mittelfeld und im Angriff damit mehr Optionen als eine Woche zuvor.
Der spätere Bericht bringt einige Nuancen hinzu. Nach dem Spiel sagte der Trainer, Guridi, genannt Guri, und Kochorashvili, genannt Kocho, trainierten nach einer Pause besser. Die vorliegenden Informationen stufen das als fraglichen Status statt als volle Freigabe ein. Beide scheinen also auf dem Weg zurück zur vollen Form zu sein, aber noch nicht vollständig fit. Beide gelten als verfügbar, doch unklar bleibt, wie viele Minuten sie verkraften können.
Der Trainer sprach auch über Isaac. Er sagte, der Spieler passe gut auf die Position des zweiten Stürmers und er setze ihn dort gern ein, fügte aber hinzu, Isaac könne auch im Mittelfeld eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Gerücht und nicht um eine bestätigte Aufstellungsentscheidung, daher sollte man es als Hinweis auf die Denkweise des Trainers verstehen. Außerdem stellte [2] fest, dass Manu Bueno gute Leistungen zeigt und sich seinen Platz im Kader verdient, was den Konkurrenzkampf um Mittelfeld- und Angriffspositionen verschärft.
Das Rätsel auf Rechtsaußen
Die offenste Frage in der Startelf betrifft die rechte Seite. Ein früherer Marca-Bericht nannte vier Kandidaten: Rubén Vargas, Chidera Ejuke, Alfonso González und Félix Correia. Kein Name sticht heraus, und der Trainer hat keinen Favoriten angedeutet.
Der Grund für die Rotation ist der Spielplan. Derselbe Bericht bringt die Überlegungen zur Position auf Rechtsaußen mit einem bevorstehenden dichten Spielplan in Verbindung. García Plaza könnte die Einsatzzeiten daher auf mehrere Spieler verteilen, statt sich auf einen zu verlassen. Das passt zu einem Kader mit mehreren ähnlichen Optionen und zu einem Trainer, der vom Willen spricht, sich durchzusetzen, und darüber die Mannschaft formen will.
Für eine Mannschaft, die in jedem Spiel getroffen hat, geht es auf Rechtsaußen weniger um zusätzliche Tore als um Ausgewogenheit. Gegen Real Madrid und Barcelona kassierte Sevilla vier beziehungsweise drei Gegentore. Wer auf dieser Seite beginnt, wird deshalb sowohl an der Defensivarbeit als auch an der Offensivleistung gemessen. Da Isaac möglicherweise hinter einer Spitze agiert und Stassin zurück ist, ist es eine echte taktische Entscheidung, wie der Rechtsaußen mit ihnen zusammenspielt.
Was es bedeutet
Die Tabelle zeichnet ein klares Bild. Sevilla steht mit 17 Punkten aus zehn Spielen auf Tabellenplatz sechs der La Liga, aufgebaut auf fünf Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Die erzielten und kassierten Tore stehen bei jeweils 16, die Tordifferenz liegt also bei null. Das ist eine solide Position im oberen Mittelfeld, zeigt aber keine Mannschaft, die das Geschehen klar bestimmt. Platz sechs ist das Ergebnis davon, dass Sevilla die Spiele gewinnt, die es gewinnen sollte, und gegen die stärksten Teams verliert.
Die Formkurve passt zu dieser Einschätzung. Die letzten fünf Spiele waren ein Sieg, eine Niederlage, ein Unentschieden, eine Niederlage und ein Sieg, wobei die beiden Niederlagen gegen Real Madrid und Barcelona kamen. Das Heimspiel gegen Osasuna war eines, das Sevilla gewinnen sollte, und die Mannschaft tat dies ohne Gegentor.
Das nächste Spiel ist das Auswärtsspiel bei Getafe am 1. November. Es stellt eine andere Frage als das Spiel gegen Osasuna: ob Sevilla auswärts seine Torserie fortsetzen kann und dabei die Defensivdisziplin hält, die daheim gezeigt wurde. Die Prognose der Seite für dieses Spiel wird 24 Stunden vor dem Anpfiff gesperrt, daher wird hier noch keine Vorhersage veröffentlicht. Zu beobachten sind vor allem die Fitness von Guridi und Kochorashvili, die Besetzung der Rechtsaußenposition und die Frage, ob Isaac als zweiter Stürmer spielt. Diese Entscheidungen werden zeigen, ob der Sieg gegen Osasuna ein Einzelfall war oder der Beginn einer stabileren Phase.