Zwei Klubs in entgegengesetzter Richtung
Getafe empfängt Sevilla am 1. November (13:00 UTC) im Coliseum Alfonso Pérez zum 11. Spieltag der LaLiga. Die Tabelle zeigt in eine klare Richtung. Getafe liegt mit 9 Punkten aus 10 Spielen auf Platz 18 (zwei Siege, drei Unentschieden, fünf Niederlagen). Sie haben erst fünf Tore erzielt und 15 kassiert. Sevilla steht mit 17 Punkten aus der gleichen Anzahl an Spielen auf Platz sechs (fünf Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen), und die Tordifferenz ist mit 16 erzielten und 16 kassierten Toren ausgeglichen.
Die jüngsten Ergebnisse passen zu diesem Bild. Getafes letzte fünf Ligaspiele lauten L, U, L, S, L. Das letzte war eine 0:4-Niederlage bei Athletic Club am 25. Oktober. Davor gab es ein 1:1 zu Hause gegen Rayo Vallecano und eine 0:3-Niederlage beim FC Barcelona. Ihr einziger jüngster Sieg war ein 1:0 zu Hause gegen Málaga am 20. September.
Sevillas Form ist gemischt, aber besser. Am 26. Oktober gewannen sie zu Hause mit 2:0 gegen Osasuna. Davor hatte es eine 1:4-Niederlage bei Real Madrid und ein 3:3 bei Levante gegeben. Noch früher verloren sie zu Hause 1:3 gegen Barcelona und gewannen 1:0 bei Deportivo La Coruña. Ihr Angriff ist eine respektable, wenn auch wenig spektakuläre Kraft, während Getafes Offensivwert im Modell der Seite der niedrigere der beiden ist.
Getafes Ausfälle und Sevillas umgebaute Mannschaft
Das drängendste Problem für Pepe Bordalás liegt in der Abwehr. [1] berichtete am 25. Oktober, dass Djené nach einer Roten Karte gesperrt sei und Orel Mangala sowie Zaid Romero verletzungsbedingt fehlen. Ob Djenés Sperre am 1. November noch gilt, ist in unseren Angaben nicht bestätigt, doch Mangala und Romero sind die größeren Sorgenkinder. Dani Carvajal ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor. [2] berichtete, dass er sein erstes Spiel nach der Rückkehr begann, aber mit Krämpfen ausgewechselt werden wollte, und er wird als fraglich geführt.
Bordalás kann dennoch auf ein eingespieltes Angriffstrio bauen. [3] erwartete, dass Martín Satriano, Iván Azón und Enes Ünal gemeinsam beginnen, und sagte, Azón habe sich in der Startelf etabliert. Das Problem ist eher die Torausbeute als die Aufstellung: Fünf Tore in zehn Spielen sind ein dürftiger Ertrag.
Sevilla unter Luís García war auf dem Transfermarkt aktiv. Marca bestätigte, dass Jon Guridi, Giorgi Kochorashvili, Juan Iglesias und Sangante verpflichtet wurden und dass auch Lucas Stassin und Fran Gonzalez gekommen sind. [4] berichtete, dass Youssouf Fofana leihweise von Milan kam und Julio Díaz diesen Sommer von Atlético de Madrid wechselte. Miguel Sierra gilt als regelmäßiger Stammspieler. Ein Kader mit so vielen Veränderungen kann unbeständig sein, was die Ergebnisse von 4:1 und 3:3 im Oktober zum Teil erklären könnte.
Direktvergleich und was die Modelle sagen
Die jüngsten Direktduelle sind ausgeglichen. Sevilla gewann am 22. Februar 2026 mit 1:0 bei Getafe. Getafe gewann am 25. August 2025 mit 2:1 in Sevilla. Einige Modellanalysen setzen auf eine ”Dominanz” Sevillas in dieser Paarung, doch zwei Duelle belegen das nicht.
Alle fünf Vorhersagemodelle setzen auf einen Auswärtssieg. Claude Keeper (46 % Auswärtssieg), Kimi Cool (44 %), Gemini Thunder (45 %), GPT Striker (45 %) und DeepThinker (45 %) liegen eng beieinander. Vier prognostizieren ein 0:1, GPT Striker tippt auf 1:2. Ihre Begründung ist einheitlich: Sevillas besserer Angriff, Getafes Abwesenheiten in der Abwehr sowie Getafes schwache Form und geringe Torausbeute.
Das Poisson-Basismodell, das nur auf erfassten Ergebnissen beruht, ist deutlich vorsichtiger. Es ergibt 1,06 erwartete Tore für Getafe und 1,13 für Sevilla, mit Ergebniswahrscheinlichkeiten von 33,6 % Heimsieg, 29,2 % Unentschieden und 37,2 % Auswärtssieg. Das wahrscheinlichste Resultat ist 1:1, innerhalb eines Auswärtssiegs ist 0:1 das wahrscheinlichste Ergebnis. Beide Teams treffen mit 44,2 % Wahrscheinlichkeit, über 2,5 Tore liegt die Quote bei 37,5 %. Das spricht für ein torarmes Spiel.
Was das bedeutet
Für Getafe ist die Lage eindeutig. Platz 18 und neun Punkte führen sie in den Abstiegskampf, und fünf erzielte Tore sind das deutlichste Warnsignal. Ohne wichtige Abwehrspieler wird ein Zu-null-Spiel schwerer, und ohne Tore wäre ein Unentschieden das realistische Ziel. Die 0:4-Niederlage bei Athletic zuletzt erhöht den Druck, doch Getafe haben nur in ihren beiden Auswärtsniederlagen drei oder mehr Gegentore kassiert, weshalb das Coliseum die stabilere Basis war.
Für Sevilla sind Platz sechs mit 17 Punkten eine solide Ausgangsposition. Ihre Formkurve WLDLW zeigt, dass sie von den Topteams geschlagen werden können, aber auch, dass sie sich schnell wieder fangen, wie der Sieg gegen Osasuna gezeigt hat. Dieses Spiel stellt die Frage, ob sie eine günstige Ausgangslage in drei Auswärtspunkte umsetzen können, gegen einen Gegner, der selten trifft.
Die Modelle sind sich beim Sieger einig, aber nicht beim Ergebnis. Am wahrscheinlichsten ist ein knapper Sieg Sevillas, wobei ein Unentschieden angesichts der vorsichtigen Einschätzung des Basismodells eine reale Möglichkeit bleibt.