Ein torloser Abend bei Celta
Real Betis verlässt Vigo mit einem Punkt und einem 0:0 auf der Anzeigetafel. Das torlose Unentschieden beendete eine Serie von 22 Partien mit eigenen Treffern, und es war das fünfte Zu-null-Spiel der Saison, laut [1]. Manuel Pellegrini stellte Nelson Deossa im Angriff auf, eine Aufstellung, die das Fehlen von Cucho Hernández widerspiegelte.
Das Spiel war keine Einbahnstraße. Celtas eigene Sicht auf die Partie, in einem [2]-Interview, konzentrierte sich auf ihre Chancen in der ersten Halbzeit, und Betis wurde in den letzten 15 bis 20 Minuten der zweiten Halbzeit stark unter Druck gesetzt. Dieses Muster deutet auf eine Mannschaft hin, die auswärts mehr Druck aushalten musste, als sie das Spiel kontrollierte.
Dennoch wiegt das Ergebnis im Kontext schwer. Der Punkt bringt Betis nach zehn Spielen auf 20 Zähler, aufgebaut auf sechs Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Diese Bilanz entspricht dem besten Saisonstart der Vereinsgeschichte, worauf [1] nach dem Schlusspfiff hinwies. Ein Auswärtsremis, das einen solchen Start bewahrt, ist kaum ein Versagen, auch wenn die Torserie vorbei ist.
Vallés ist der Grund für die weiße Weste
Wenn ein einzelner Spieler erklärt, warum in der Spalte für Gegentore bei Celta eine Null steht, dann ist es der Torhüter. Álvaro Vallés wurde zum Spieler des Spiels gewählt, weil er Betis in der ersten Halbzeit im Spiel hielt, und er kam auf vier Paraden, laut [3].
Die Zahlen stützen das Lob. Vallés hat in dieser Saison fünf Zu-null-Spiele in der LaLiga und 43 Paraden. Für ein Team, das in zehn Ligaspielen 14 Gegentore kassiert hat, darunter fünf gegen Barcelona bei der 2:5-Heimniederlage am 17. Oktober, sind diese Null-Spiele wichtig. Es sind die Partien, in denen Abwehr und Torhüter gemeinsam den Schaden verhinderten, den andere Abende brachten.
Es gibt einen Haken bei seinem Einsatz. Vallés gehört nicht zu Pellegrinis LaLiga-Rotation, doch laut demselben Bericht soll er in dieser Woche im Copa-del-Rey-Spiel auswärts bei Navalcarnero beginnen. Seine Form macht das zu einer interessanten Aufstellungsfrage: Ein Torhüter in starker Form wird für ein Pokalspiel eingeplant, während die Liga-Mannschaft weiter über die übliche Rotation gesteuert wird.
Angriff ohne Cucho
Die drängendste Sorge liegt im Sturm. Cucho Hernández fällt mit einer Verletzung des linken Soleus aus, die er gegen Barcelona erlitt, und Betis wartet auf seine Rückkehr, laut [1]. Im Ausgangsmaterial steht kein Termin für seine Rückkehr, daher wäre es falsch, einen anzunehmen.
Das Spiel bei Celta gab einen frühen Einblick in die Alternative. Deossa spielte im Angriff, und Betis traf nicht. Ein Spiel ist eine kleine Stichprobe, und die jüngsten Torerfolge von Betis erzählen eine andere Geschichte: Sie schlugen Osasuna am 11. Oktober 5:2, Porto am 14. Oktober 3:2 und Feyenoord am 21. Oktober 1:0, bevor das Unentschieden bei Celta folgte. Die Mannschaft hat in zehn Ligaspielen 16 Tore erzielt, der Angriff war also für den größten Teil der Saison nicht das Problem.
Die Frage ist, ob Pellegrini diese Ausbeute ohne einen seiner Stürmer halten kann. Ein Auswärtsspiel bei Celta, wo der Gastgeber spät drückte und Betis verteidigen musste, ist ein anderer Test als ein Heimspiel. Das nächste Spiel daheim sollte dem Angriff eine bessere Chance geben, seine Torgewohnheit wiederzufinden.
Was es bedeutet
Betis ist mit 20 Punkten aus zehn Spielen Vierter der LaLiga, und ihre Bilanz von S6 U2 N2 mit 16 erzielten und 14 kassierten Toren zeigt eine Mannschaft, die mehr gewinnt, als sie kontrolliert. Die Tordifferenz von nur +2 ist für ein Team in den Top Vier dünn. Der Spielraum für Fehler ist kleiner, als es die Punktzahl vermuten lässt, und die Zu-null-Spiele, die Vallés liefert, sind ein großer Teil davon, wie sie das aufgebaut haben.
Die Form ist gemischt, aber positiv. Die letzten fünf Ergebnisse lauten: Sieg gegen Osasuna, Sieg gegen Porto, Niederlage gegen Barcelona, Sieg gegen Feyenoord, Unentschieden bei Celta. Das sind drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage in Liga und Champions League, wobei die deutliche Niederlage gegen Barcelona der einzige Makel ist. Das torlose Unentschieden ist das erste Mal in 22 Spielen, dass Betis nicht getroffen hat, und daher eher eine Ausnahme als ein Trend.
Das nächste Spiel ist am 31. Oktober in der LaLiga daheim gegen Málaga, und die Prognose der Seite dafür wird 24 Stunden vor Anpfiff gesperrt. Die Frage, die dieses Spiel stellt, ist einfach: Kann Betis ohne Cucho Hernández wieder Tore erzielen, und kann es das schaffen, bevor eine Pokalreise nach Navalcarnero und ein dichter Terminkalender mit europäischen Spielen den Kader zu strapazieren beginnen?